Arthrose

Unter Arthrose versteht man den Verschleiß von Gelenken mit schleichendem Verlust des Gelenkknorpels. Reaktionen am Knochen wie eine Verdickung, Zysten oder knöcherne Anbauten an den Gelenkrändern (Osteophyten) beeinträchtigen dann die Beweglichkeit der Gelenke. Folgen sind Gelenkschmerzen und eine Abnahme der Beweglichkeit des Gelenkes. Neben dem altersbedingten Verschleiß können auch andere Ursachen für das Ausbilden einer Arthrose vorliegen, wie z.B. Fehlstellungen der Beinachse, Rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis), Stoffwechselerkrankungen (Gicht) oder Spätfolgen von Gelenkverletzungen.

Bevor eine operative Therapie notwendig wird, sind unterschiedliche konservative, also nicht-operative Behandlungen möglich und sinnvoll.

Als Basis der Arthrosebehandlung ist die Gabe von Entzündungshemmern (NSAID) anzusehen. Neben der Einnahme von Ibuprofen oder Diclofenac kommen auch Salben zur Anwendung.

Der zweite Grundpfeiler der Arthrosebehandlung ist die Physiotherapie. Hier kann gezielt der Bewegungseinschränkung entgegengewirkt werden.

Die Spritzengabe in das Gelenk ist insbesondere bei akutem Schub einer Arthrose, einer akuten Arthritis, indiziert. Hier kann mit Entzündungshemmern und Lokalanästhetika der akute Schmerz rasch gelindert werden.

Durch Spritzen von Hyaluronsäure ins Gelenk kommt es zu einer Erhöhung der Gleitfähigkeit im Gelenk. Dadurch kann es zu einer deutlichen Abnahme der Gelenkbeschwerden kommen. Diese Verbesserung kann über Monate oder Jahre anhalten. Die Hyaluronsäure ist das eigentliche „Schmiermittel“ im Gelenk, das die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen unterstützt. Bei Entzündungen oder nach Verletzungen sinkt die Verfügbarkeit der Hyaluronsäure im Gelenk. Durch eine Spritze mit Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk (Viskosupplementation) können die nachteiligen Folgen der fehlenden Hyaluronsäure wieder ausgeglichen werden. Ziel ist es, dem durch die erhöhte Reibung der Gelenkflächen entstehenden Gelenkverschleiß vorzubeugen oder diesen zumindest zu verlangsamen.

ACP – Autologes Conditioniertes Plasma, ist eine Behandlung, die sich die körpereigenen Heilungs- und Wachstumsfaktoren zu Nutzen macht. Zur erfolgreichen Gewebebildung gehören 3 wichtige Bausteine: eine Matrix, Wachstumsfaktoren und regenerative Zellen. Diese Komponenten ergeben die sogenannte „Heilungstriade“. Eine Matrix ist erforderlich, um dem wachsenden Gewebe Struktur zu geben. Sie gewährleistet die mechanische Integrität und stellt die Grundlage für das Zellwachstum dar. Wachstumsfaktoren sind bioaktive Signalmoleküle. Sie sorgen für die Differenzierung, Proliferation sowie Stoffwechselaktivität einer Zelle. Regenerative Zellen wie beispielsweise aus dem Fettgewebe oder Knochenmark gewonnene mesenchymale Stammzellen (MSC) können differenzieren und zur Gewebebildung beitragen. Je nach Zustand oder Schweregrad der zu behandelnden Läsion können eine oder mehrere Komponenten notwendig sein, um den Heilungsprozess optimal zu fördern. Die personalisierte Injektionstherapie bietet Behandlungslösungen, mit denen wir auf individuelle Therapiebedürfnisse eingehen können.

Als letzte Option steht der Gelenkersatz zur Verfügung. Hier bietet das OCZ eine Vielzahl von Möglichkeiten.